Parodontaltherapie
Wie erfolgt eine Parodontitis-Therapie?
Das Parodontal-Konzept gliedert sich auf in drei Phasen
- Beratung, Diagnostik, Patienteninformation, Behanlungsangebot und Vorbehandlung
- Parodontalbehandlung geschlossen minimalinvasiv oder offen regenerativ
- Erhaltungtherapie und Reevaluation
Mein Zahnarzt überweist mich in die Praxisklinik >KehrerJeggle<, wie sieht der Ablauf konkret aus?
Ihr Zahnarzt hat bei Ihnen die Diagnose Parodontitis festgestellt. Sie werden zur Beratung und chirurgischen Parodontaltherapie in die Praxisklinik >KehrerJeggle< überwiesen.
Gemeinsam mit Ihnen werden wir nach detaillierter Analyse Ihrer Situation einen individuell auf Sie abgestimmten Therapieplan ausarbeiten.
Der eigentlichen Behandlung vorausgehend ist in der Regel eine professionelle Zahnreinigung in Ihrer Zahnarztpraxis erfolgt.
Die Parodontalbehandlung erfolg unter örtlicher Betäubung und somit fast völlig schmerzfrei. Bei der Behandlung wird eine sehr sorgfältige und schonende Reinigung der Zahnwurzeln mit Piezoküretten und hochwirksamen keimreduzierenden Substanzen durchgeführt. Diese minimalinvasive Methode bewirkt eine deutliche Keimreduktion. Ihr Zahnfleisch kann sich wieder straff an den Zahn anlagern. Optimal ist es -wenn möglich- die Behandlung aller Parodontien in einer Sitzung durchzuführen. Diese als "full-mouth-desinfection" bezeichnete Technik verhindert die erneute Wiederansteckung mit Bakterien aus noch nicht gereinigten Bereichen. Ab einer größeren Zahnfleisch-Taschentiefe oder bei der Anwendung regenerativer Materialien ist hier die Lappenoperation angezeigt. Dabei werden die Wurzeln dargestellt und chirurgisch unter Sicht gereinigt und konditioniert. Für diese Indikationen hat sich bei >KehrerJeggle< die atraumatische mikrochirurgische Operationstechnik -kombiniert mit regenerativen Techniken- besonders bewährt.
Abhängig vom Schweregrad und den Keimtestergebnissen kann unterstützend auch eine Behandlung mit Antibiotika notwendig sein.
Zur Schienung und zum Schutz möglicherweise bereits gelockerter oder empfindlicher Zähne werden passgenau gefertigte Medikamententräger-Schienen eingesetzt. Stundenweise können diese Schienen mit Chlorhexidin-Gels getragen werden um die Neubesiedelung der Bakterien zu unterbinden.
Gelegentlich auftretende Verfärbungen durch Chlorhexidin werden bei notwendigen Kontrollsitzungen wieder vollständig beseitigt.
Sind beide Partner von der Parodontitis betroffen, sollten beide gleichzeitig behandelt werden?
Richtig, da es sich bei der Parodontitis um ein (chronisches) Infektionsgeschehen handelt, sind die Problemkeime übertragbar. Daher ist zumindest eine Untersuchung und wenn, indiziert eine möglichst zeitgleiche Behandlung auch des Partners zu empfehlen.
Wird die Behandlung von den Krankenversicherungen übernommen?
Privatversicherte erhalten ihre Leistungszusage idR. nach entsprechend vorgelegter Therapiekonzeption gemäß der gewählten Police.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt generell medizinisch notwendige Behandlungskosten im Rahmen der gültigen Verträge.
Der >Vertragsgegenstand Parodontaltherapie< wurde im Wesentlichen seit mehr als 20 Jahren nicht mehr an den medizinischen Fortschritt angepaßt. Für gesetzlich versicherte Patienten bedeutet das, alle außervertraglichen Leistungen (Gensondentests, regenerative Therapie, mikrochirurgisch-plastische Parodontalchirurgie, Rezessionsdeckungen) sind über den Modus der Kostenerstattung teilweise erstattungsfähig oder durch Privatvereinbarung auf Basis der Privatgebührenordnung (GOZ) zu erhalten. Dadurch haben Sie in diesen Bereichen die Möglichkeiten als Privatpatient den Erhalt der Mundgesundheit mit modernsten Behandlungstechniken zu optimieren